Wer an South Dakota denkt, hat schnell Weite, Prärie und endlose Highways vor Augen. Doch der Westen des Bundesstaates hält mit den Black Hills eine ganz eigene Welt bereit – eine Region aus dichten Wäldern, mächtigen Felsformationen und einer Geschichte, die tief im amerikanischen Mythos verwurzelt ist und dem wir uns nachfolgend ein wenig genauer widmen wollen.
Ihren Namen verdanken die Black Hills übrigens der Lakota-Sprache: „Paha Sapa“ bedeutet so viel wie „schwarze Berge“ – ein Verweis auf die dunklen Kiefernwälder, die die Berge von Weitem schwarz erscheinen lassen. Wer die Region auf dem US-385 durchquert, bekommt einen guten Eindruck davon, warum dieser Highway zu den landschaftlich reizvollsten Strecken des Bundesstaates zählt, da sich die Straße durch abwechslungsreiches Gelände windet: Bewaldete Hänge wechseln sich mit offenen Bergpanoramen ab und am Wegesrand tauchen immer wieder markante Fels- und Gesteins-Formationen aus Magma- und Umwandlungsgestein auf, die der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter verleihen.
Besonderes Glück haben Fahrer, die auf Bisonherden stoßen, die gemächlich neben der Straße grasen – ein Anblick, der die Fahrt durch diese Region zu etwas Besonderem macht. Entlang des US-385 liegt außerdem der Pactola Lake, der größte Stausee der Black Hills. Ein Besucherzentrum direkt am Ufer bietet einen weiten Blick über das von Hügeln und Wäldern eingerahmte Wasser, um kurz bei der Aussicht die Seele baumeln zu lassen.
Wer dagegen lieber in die Geschichte eintaucht, kommt in Deadwood voll auf seine Kosten. Die Stadt wurde 1876 im Zuge des Black Hills Gold Rush gegründet – zunächst nur ein kleines Lager für Goldsucher, das sich innerhalb kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Siedlungen des Wilden Westens entwickelte. Namen wie Wild Bill Hickok, der hier 1876 erschossen wurde, und Calamity Jane, die auf dem hiesigen Friedhof begraben liegt, sind untrennbar mit Deadwood verbunden und haben die Stadt zu einem popkulturellen Mythos gemacht, der bis heute Filme, Serien und Bücher inspiriert. Die Entwickler von SCS Software haben die historische Main Street der Stadt detailreich nachgebaut, sodass Du auch heutzutage noch gut erhaltene Architektur samt der markanten Geschäftsfronten wiederfindest, die den Geist dieser Zeit noch immer spürbar machen. Auch das Rathaus, ein Museum und der historische Bahnhof lassen sich im Spiel eindeutig identifizieren.
Dabei ist das alles nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was die Black Hills im Spiel insgesamt zu bieten haben werden, denn beim tatsächlichen Erkunden werden noch weitere Überraschungen auf Dich warten. Nichtsdestotrotz laden die Berge förmlich ein, angesteuert und entdeckt zu werden, was Du mit dem South Dakota-DLC auch virtuell machen können wirst.









